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Jolicloud Netbook OS

Nachtrag 08.August: Martin Weber hat einen Jolicloud Testbericht als Gastbeitrag hier im Blog zum Thema veröffentlicht.

Yes, ich wurde ge’jolicloud’ed! Warum das so toll ist?! Ich habe mich nach den ersten Ankündigungen direkt für einen Invitation Code für das Jolicloud Netbook OS angemeldet und war dann auch einer der glücklichen, die letzten Monat eine Einladung für die Entwickler (Alpha) Version bekommen haben!

Jolicloud hat gerade also erst mit der Testphase angefangen, nachdem zu Beginn des Jahres die Firmengründung und damit die Entwicklung anfing. Das man so schnell mit dem Open Source Netbook OS am Start war, liegt nicht nur darin begründet, das Jolicloud direkt 4 Millionen Euro Venture Kapital bekommen hat, sondern vorallem auch darin das Jolicloud auf Ubuntu 9.04 und damit auf Debian basiert. Diese stabile Betriebssystemgrundlage wurde genutzt um ein OS zu bauen, das auf Rechner mit wenig Ressourcen, also im speziellen aus Netbooks, zugeschnitten ist.

Durch die extensive Nutzung von Mozilla Prism kann man Web Applikationen nutzen, als wären diese nativ installiert. Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, der denkt am besten an einen Browser ohne jegliche Menü- und Toolbars, bei dem zusätzlich die URL fest einprogrammiert ist.

Alle Applikationen laufen im Fullscreen Modus, nur die Betriebssystem Leiste nimmt ein paar Pixel ein. Das bedeutet, das alle Programme ohne Fensterleiste laufen und man somit auch nicht die gewohnten Funktionen der üblichen Windowmanager nutzen kann, wie z.B. das X zum Schließen des Programms. Dies ist auch eines meiner Hauptkritik Punkte, viele Programme halten sich nicht an allgemeingültige Tastenkombinationen und man muß diese über deren Menü beenden.

Die Informationen die man über Jolicloud findet sind leider noch recht dürftig gesät, das deutsche Wikipedia zum Beispiel hat erstaunlicherweise noch gar keine Seite über Jolicloud angelegt. Auch die Webseite dieses tollen Netbook OS bietet nur wenig Substanz. Wer Lust hat schaut sich am besten erstmal ein paar Screenshots an.

Jolicloud bietet eine eigene Community an, die man mit Netzzugang direkt betritt. In dieser Oberfläche kann man Freunde finden, sich verlinken, quatschen … und die Paketverwaltung ist auch direkt in die Communityoberfläche integriert. Allerdings ist die Jolicloud Community Lösung noch ausbaubar und der aktuelle Status sicher nicht das Ende der Fahnenstange.

Momentan werden regelmäßig neue Applikationen hinzugefügt, so das man quasi täglich neues entdecken kann, die wichtigsten Online Tools sind zum größten Teil bereits als Apps vorhanden. Die Paketverwaltung ist grafisch sehr ansprechend und bietet auch unerfahrenen Anwendern eine leichten Zugang und an Apps alles was das Herz begehrt. Ein Klick und die jeweilige Software wird im Hintergrund installiert und den Desktop Startern hinzugefügt:

Für mich ist zudem die unbeschnittene Nutzung von Debian und den Ubuntu Repositories sehr wichtig, wodurch erfahrene Benutzer leicht eine Konsole öffnen und z.B. auch Mysql und Apache installieren und so unterwegs programmieren können.

Installation Jolicloud

Die Installation von Jolicloud ist denkbar einfach. Ich kann nur die Linux Variante vorstellen, da Windows bei mir seit Jahren ein absolutes Nischendasein fristet und maximal 2x pro Monat gestartet wird 😉 Aber ich schweife ab…

Man lädt ein knapp 600 MB großes Image herunter und dazu ein Python Skript. Dazu benötigt man einen mindestens 1GB großen (leeren) USB Stick. Jetzt macht man das Skript ausführbar und startet es mit der Angabe des USB Devices. Nach einigen Minuten und dem fertig beschriebenem Stick kann das Netbook neu gestartet werden.

Mein Asus EeePC 900 mit Solid State Disk (SSD) musste noch im Bios umgestellt werden um vom USB Stick zu booten. Die Empfehlung lautet bei einer kleinen SSD mit 16GB und weniger nicht im Dual Boot mit Windows zu installieren, aber bei mir macht Jolicloud keine Probleme obwohl ich die vorkonfigurierten Partitionen behalten habe. Jolicloud hat so immer noch 10 GB zur Verfügung, was für ein Betriebssystem das sich die Rechenpower der Cloud zu Nutze macht und bei dem lokale Applikationen immer mehr der Vergangenheit angehören, ein mehr als ausreichender Speicherplatz ist.

Weitere Jolicloud Informationen

Jolicloud findet man unter anderem in ihrem offiziellen Twitter Channel, dem Support Channel oder auch GetSatisFaction. Wer wissen will ob sein Netbook kompatibel ist, schaut auf der Supported Hardware Seite nach.

Für Windows Applikationen nutzt Jolicloud Wine, womit die meisten Windows Apps laufen sollten. Es ist kompatibel zu Flash, Adobe Air und nutzt Gears für „Offline Web“.

Macht Euch selbst einen Eindruck, ich freue mich jedenfalls auf Eure Erfahrungsberichte 🙂

Autor: Kevin

Hallo lieber Leser! Ich stehe hinter Keleo, bin Softwareentwickler und freier IT Berater und blogge hin und wieder über Themen die mir im Berufsleben begegnen. Sollte Dir der Artikel geholfen haben, dann hinterlasse mir doch ein Kommentar. Wenn Du mehr über mich erfahren willst, folge dem Link in .

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi!
    Ich habe bisher immer die Ubuntu Netbook-Version genutzt – diese hat bei Netbookeinsatz auch nur Vorteile.
    Aber ich kannte Jolicloud gar nicht, werde es mal testen!

    Antworten

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